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und eine ſehr einfache, jedoch ſeinem Stande ge⸗ maͤße Einrichtung gaben ſeiner Wohnung einen eigenthuͤmlichen Glanz. Er war von altem Roͤ⸗ miſchen Adel; allein ſeine edlen Geſinnungen adelten ihn noch mehr. Seine Gemahlin, eine Frau von großer Schoͤnheit und ungemeiner An⸗ muth, war ihm ſowohl an Adel der Geburt— als der Geſinnungen vollkommen gleich. Man konnte wohl in dem ganzen weiten Roͤmerreiche kaum ein vortrefflichers und gluͤcklichers Ehepaar finden— und was ihre Gluͤckſeligkeit auf Erden vollendete, waren zwey liebenswuͤrdige, hoffnungs⸗ volle Knaben. Der aͤltere Knabe war an edler Geſichtsbildung dem Vater aͤhnlich; in dem lieb⸗ lichen Geſichtchen des juͤngern erkannte man ſo⸗ gleich die ſanften Zuͤge der Mutter; das Betra⸗ gen beyder Knaben aber zeigte, daß ſie einſt beyde an Edelſinn und Tugend ihren Aeltern glei⸗ chen wuͤrden. Der Morgen ihres Lebens ver⸗ ſprach den ſchoͤnſten Tag.
Einen ſo großen Ruhm ſich Euſtachius zur Zeit des Krieges durch ſeine Tapferkeit als Feld⸗
herr erworben hatte; ſo ruͤhmlich zeichnete er ſich
jetzt zur Zeit des Friedens durch ſeine Menſchen⸗ freundlichkeit gegen ſeine Untergebenen, und ſeine Wohlthaͤtigkeit gegen die Duͤrftigen aus. Er hielt zur Beſtellung ſeiner vielen Feldguͤter und zu Beſorgung ſeiner zahlreichen Heerden eine Menge Knechte und Maͤgde, die nach damaliger Ver⸗ faſſung ſeine Sklaven und Sklavinnen waren. Allein er war ihnen ein milder Herr; er ehrte in


