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in der Gewalt des Prieſters Merino!— Was konnte Sie in eine ſolche Lage bringen?“
„Unbedachtſamkeit und Schwaͤche!“ erwiederte der weibliche Krieger.„Ich bin zu Aranda de Duero geboren, und verliebte mich in einen fran⸗ zoͤſiſchen Offizier, der in unſerem Hauſe einque tiert war. Er verſprach mich zu heirathen, bei ſeinem Abmarſche war ich ſchwach genug, zu folgen und das Vaterhaus zu verlaſſen, in dem ich bisher ſorgenfrei und gluͤcklich gelebt hatte. Auf unſerem Wege nach Burgos ward das fran⸗ zoͤſiſche Detaſchement, bei dem ich mich befand, von dem Prieſter Merino uͤberfallen, und der groͤßte Theil von uns zu Gefangenen gemacht. Ich kann Ihnen die Scene nicht beſchreiben, die nunmehr erfolgte, die Franken, und unter ihnen mein Ge⸗ liebter, wurden ſaͤmmtlich auf die grauſamſte Weiſe ermordet; er ſtarb vor meinen Augen unter den furchtbarſten Qualen. Merino drohte mir mit demſelben Schickſal, falls ich mich nicht ſeinen Wuͤnſchen geneigt bezeigen wuͤrde; Anfangs wies ich ſeinen Vorſchlag voll Empoͤrung zuruͤck, als er aber darauf ſeinen Leuten gebot, mich zu ent⸗ kleiden, und mich zu martern gleich den Uebrigen, ſchwand mir der Muth, und ich ergab mich in mein Geſchick. Ich bin nun Hrfſe ſechs Monate
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