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ſen meine Aufmerkſamkeiten mit einem ſo anmu⸗ thigen Weſen gefallen, daß ich etwas muthiger wurde, und bei mir die Hoffnung erſtieg, daß in ihrem Betragen mehr als gewoͤhnliche Hoͤflichkeit liege. Als wir uns indeß auf freiem Felde und ganz allein befanden, wagte ich es kaum, die Au⸗ gen auf ſie zu richten, und wenn ich es that und meine Blicke den ihrigen begegneten, ſtieg mir das Blut in die Wangen. Nachdem ſie einige Fra⸗ gen an mich gethan, die ich mit zitternder Stimme beantwortet hatte, machte ich einige Verſuche, eine Unterredung anzuknuͤpfen, aber die Rede erſtarb mir auf den Lippen; ich ſtammelte nur einige ab⸗ gebrochene Worte, und ſchauete albern vor mich hin. Unfaͤhig endlich meine Verlegenheit laͤnger zu ertragen, rief ich Raimundo heran, den ich noch kurz zuvor ſo dringend gebeten hatte, mich mit Iſabellen allein zu laſſen.„Nun,“ fragte
er mich leiſe,„haſt Du Dein Herz ausgeſchuͤttet?“
„Ich hatte nicht den Muth,“ entgegnete ich, „ich bin ein Thor, und was noch ſchlimmer iſt,
ſie muß mich fuͤr einen ſolchen halten.“
Bei dieſen Worten lachte er laut auf.„Schoͤne Iſabelle,“ rief er,„mein Bruder hat Sie ohne Zweifel trefflich unterhalten, denn nach ſeinen Ge⸗ behrden zu ſchließen, war er lebhaft bemuͤht, Ih⸗
nen die Schoͤnheit der Gegend zu ſchildern.“


