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erſuchen, unſerer Schweſter zur Seite zu bleiben
und mir die Sorge fuͤr Iſabella zu uͤberlaſſen.
„So?“ fragte Raimundo mit einem ſchlauen Laͤcheln,„der kleine Tyrann hat alſo auch den Weg in Dein Herz gefunden.“
„In das Innerſte meiner Seele!“ entgegnete
ich,„iich fuͤhle jetzt, wie ein weibliches Weſen un⸗ ſere Gedanken ausſchließlich beſchaͤftigen und uns alles Andere vergeſſen machen kann.“
„Ich habe es Dir ja immer geſagt, wir ſind fuͤr die Liebe geboren,“ rief Raimundo lebhaft; „Liebe iſt die einzige natuͤrliche Leidenſchaft, die in die Bruſt des Menſchen gepflanzt worden. Die beßten Gefuͤhle unſeres Herzens entſpringen aus der Liebe, ohne ſie iſt der Menſch nur ein wildes Thier. Ich freue mich, daß auch Du endlich ihre Macht kennen lernſt, Du wirſt fortan uſsſander
und weniger ſtrenge werden.“
„Schon gut, ſchon gut,“ unterbrach ich ihn, „vergiß nur nicht, mich mit Jſabellen allein zu laſſen.“
Nachdem Alles zum Aufbruche bereit war, half ich der reizenden Jungfrau ihr Roß beſteigen; ich
zitterte, als ich ihr meine Hand reichte, denn ob ich mich gleich gewaltſam zu ihr hingezogen fuͤhlte, befiel mich doch ſtets eine große Schuͤchternheit, ſo wie ich mich ihr nahete. Sie ließ ſich indeſ⸗


