ren ſie auch keinen Augenblick, ihm behilflich zu
ſeyn, ſeinen Titel und ſeine Beſitzungen wieder zu
erlangen. 3 K
Don Facundo ſetzte dagegen alle Mittel in Bewegung, die ihm die Gunſt Godoy's, ſein eige⸗ ner Einfluß und der ſeiner zahlreichen Freunde dar⸗ boten. Er begann die Richter und Jeden, der etwas in dieſer Angelegenheit zu thun hatte, mit Geſchenken und Verſprechungen zu uͤberhaͤufen; dieſe ſeine Bemuͤhungen aber blieben beim Don Ignacio durchaus fruchtlos, deſſen Rechtlichkeit und Talente von dem Publikum allgemein anerkannt waren, und die ſelbſt bei den Richtern, groͤßten⸗ theils jungen Leuten, die ihre Stellen Godoy's Gunſt verdankten, ein ſolches Gewicht hatten, daß ſeine Winke ihnen als Geſetze galten, die ſie nicht zu uͤberſchreiten wagten, aus Furcht den Unwillen des Publikums auf ſich zu ziehen.
Don Facundo, den Einfluß des Don Ignacio wohl kennend und uͤberzeugt, daß die Richter es trotz ihrer Verſprechungen nicht wagen wuͤrden, ſich ſeinen Gruͤnden zu widerſetzen, ließ nichts unver⸗ ſucht, ihn fuͤr ſich zu gewinnen. Er ſchrieb ihm
Briefe, in welchen er ihn mit Schmeicheleien uͤber⸗
haͤufte, und begleitete dieſelben mit koſtbaren Ge⸗ ſchenken und großen Verſprechungen.
Dieſe Schreiben wurden mit jener Freimuͤthig⸗ J. 4 3


