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ſeiner Rede mit großer Geiſtesgegenwart eine an⸗ dere Wendung gab und ſich ſo ſtellte, als habe er mir ſo eben ſeine Geſchichte erzaͤhlt.„Wie ich
Euch ſage, Sennoritto,“ fuhr er fort,„ich heiße
Anton und bin zu Sevilla geboren, von dem, wie Ihr wißt, daß Sprichwort ſagt: Wer Se⸗ villa nicht ſah, hat noch nie ein Wunder geſehn*).
2 Das ſpaniſche Sprichwort heißt: Quien no ha visto à Sevilla, no ha vista maravilla.,— Die Andaluſier ſind, wie in Frankreich die Gas⸗ cogner große Prahler und Luͤgner; beſonders iſt dieſes bei den niederen Klaſſen der Fall. Um dieſe Gewohnheit laͤcherlich zu machen, erzaͤhlt man eine Geſchichte von einem andaluſiſchen Prieſter, wel⸗ cher, da er ſeinen Hang zum Uebertreiben kannte,
ſeinen Kuͤſter beauftragt hatte, ihn beim Kleide zu zupfen, falls er im Strome ſeiner Rede zu weit gehen ſollte. Eines Tages ſprach er nun auch uͤber die Beſtrafung der Boͤſen, und indem er die Qualen ihres Aufenthaltes beſchrieb, ſagte er: daß ſich dort eine hundert Ellen lange Schlan⸗ ge befaͤnde. Hier zupfte ihn der Kuͤſter beim Kleide.„Ich bitte um Verzeihung, ich habe mich verſprochen,“ unterbrach ſich der Redner,„die Schlange war nur ſechzig Ellen lang.“ Dem Kuͤ⸗ ſter ſchien auch das noch zu viel, er zupfte neuer⸗ dings.„Was ſage ich, meine Zuhorer, ſechzig Ellen,“ rief der Prieſter,„ſo ganz genau kann man das nun eben nicht wiſſen, jedoch hat ihre Laͤnge wenigſtens vierzig Ellen gemeſſen!— Der Kirchendiener aber war damit noch nicht zufrieden, und zupfte noch ein⸗
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