— èO——Q—QOQ:BOBOCB——
— 9—
Dort giebt es einen Thurm, la Giralda geheißen, von dem aus man die halbe Welt uͤberſchauen kann, und auf deſſen Kuppel ein ganzes Maginlant Cavallerie manoͤvriren kann.“
„Sennorito,“ nahm hier der Mozo, zu mir gewandt, das Wort:„Sennorito, ih bitte, zupft ihn doch am Kleide.“
„Ich hatte,“ fuhr der Andere, ohne auf dieſe Unterbrechung zu achten, fort,„ich hatte die Ehre, dem Koͤnige, unſerem Herrn, zu dienen; und be⸗ ging die Thorheit, ihn gut zu bedienen. Ich war Zagal bei einer Kutſche ſeines Gefolges. Eines
Tages traf es ſich nun, daß die Maulthiere, wel⸗
che gewoͤhnlich den Wagen Sr. Majeſtaͤt zogen, vor den jenes Obriſten geſpannt worden waren, der, wie Ihr wißt, ſo trefflich die Guitarre ſpielt. Die Maulthiere, welche ohne Zweifel dieſe Herab⸗
ſetzung fuͤhlten, raͤchten die ihnen zugefuͤgte Belei⸗
mal und noch ſtaͤrker als zuvor. Da wandte ſich der geiſtliche Herr verdrießlich zu ihm mit den Worten:„bei der heiligen Jungfrau, wenn Du noch nicht aufhoͤrſt, wird die Schlange nicht ein⸗ mal einen Schwanz behalten.“— Dieſe Ge⸗ ſchichte iſt in Spanien ſo allgemein bekannt, daß wenn Jemand in Geſellſchaft uͤbertreibt, oft an ihn die Frage ergeht: ob man ihn etwa am Kleide zupfen ſolle..


