— 190—
dieſe Weiſe ſeiner Familie und ſeinen Freunden
am nuͤtzlichſten werden zu koͤnnen, und darin hatte er ſich nicht geirrt, denn kaum hatte er ſeine Stelle angetreten, als er auch durch den Pater Martinez erfuhr, wie der boshafte Don Facundo aufs Neue verraͤtheriſche Anſchlaͤge gegen die Si⸗ cherheit und das Leben ſeines jetzt ebenfalls zu Valladolid angelangten Bruders, des Marquis, ſchmiede. Don Eſteban beeilte ſich, ſeiner Ge⸗ liebten Kunde davon zu geben, und ſofort entſchloß ſich der Marquis, Spanien zu verlaſſen und ſich mit Iſabellen nach Frankreich zu begeben, um dort Don Ignacio's Verbannung zu theilen.
So blieb die Lage der Sache, bis der Koͤnig von Spanien die zu Cadix entworfene Conſtitu⸗ tion beſchwor, und von nun an nimmt Don Eſte⸗ ban ſelbſt wieder die Feder, um dem Leſer die ferneren Begebenheiten ſeines Lebens vorzufuͤhren.
1 136
Bis zu dieſem Augenblick, ſo faͤhrt Don Eſte⸗ ban in ſeiner Erzaͤhlung fort, war ich dem Eide treu geblieben, den ich bei meinem Eintritt in die Garde geſchworen hatte; jetzt aber, als ich das Oberhaupt der Nation vor Gott und dem Volke die Conſtitution beſchwoͤren ſah, welche uns unſere Rechte ſichern ſollte, erfaßte ich unſere Standarte,


