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giebt es doch einen gerechten Gott, der ihn raͤchen wird. Der Tag Ihrer Nuͤckkehr, mein Vater— der Tag der Strafe Ihrer Feinde, kann nicht mehr fern ſeyn.
Ach! ſeufzte er, es iſt hart, im ſechs und ſechzigſten Jahre ſeiner Heimath den Ruͤcken keh⸗
ren zu muͤſſen— nur mit dem Grabe wird mein
Ungluͤck enden!
Ich fuͤhlte mein Herz von dieſen gerechren Klagen zerriſſen. Geh, nahm mein beklagenswer⸗ ther Vater wieder das Wort, geh an das ſpani⸗ ſche Ufer und fuͤlle unſeren Reiſebecher, ich fuͤhle einen Durſt, den nur Waſſer von jener Seite zu loͤſchen vermag!
. Ich nahm den Becher und eilte ihn zu fuͤllen;
denn ich fuͤhlte, daß es im Leben Momente giebt, in welchen man ſelbſt die Schwaͤchen der Menſchen gleich Tugenden ehren muß.
Wir ſetzten nunmehr unſeren Weg fort, und nachdem wir gegen Abend ein kleines Dorf rechts vor St. Jean de Luz erreicht hatten, beſchloſſen
wir dort zu uͤbernachten. Fruͤh am naͤchſten Mor⸗ gen erhob ich mich von meinem Lager, und da
ich wuͤnſchte, mein Spanien noch einmal zu ſe⸗ hen, eilte ich hinaus auf einen nahgelegenen Berg. Hinter den gegenuͤberliegenden Gipfeln ſtieg die Sonne langſam empor, und nach und nach beleuch⸗


