Teil eines Werkes 
2. Band (1827)
Entstehung
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tete ihr Licht die herrliche Gegend. Ein leichter Morgenwind erfriſchte die Luft, ich hoͤrte, wie ſich die Wellen am Ufer brachen, und wie die fernen Stimmen der Fiſcher vom Meere her erſchallten. Der Himmel, die Erde und der Ocean, Alles, Al⸗ les war eben ſo heiter, als mein Herz tief be⸗

kuͤmmert. Der Wunſch, daß ſelbſt die Natur

an unſerm Grame Theil nehmen moͤchte, iſt dem Menſchen ſo angeboren, daß es mir faſt wehe that, das Vaterland, aus dem ich verſtoßen wor⸗ den, vom Glanze der Morgenſonne ſo freundlich beleuchtet zu ſehen. Ich weinte ſchmerzlich, konnte aber dennoch meine Blicke nicht von der geliebten Heimath abwenden. Endlich ſchritt ich langſam wieder in das Dorf zuruͤck..

Bei meiner Ankunft im Wirthshauſe fand ich meinen Vater nicht, erfuhr aber von der leb⸗ haften ſchwarzaͤugigen Magd, daß ſie den alten traurigen Herrn habe in die Kirche gehen ſehen, wo ich ihn unfehlbar antreffen wuͤrde. Ich begab mich dorthin, und fand ihn auch wirklich auf den Knieen und in einem andaͤchtigen Gebete verſun⸗ ken. Nach Beendigung deſſelben ſchien er unge⸗ mein getroͤſtet, und etwas weniger ſchwermuͤthig als bisher, ſetzten wir unſeren Weg fort.

In Bayonne angelangt, beſchloſſen wir dort zu bleiben, bis wir Nachricht von unſerer Familie