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worden; eine ungerechte Verfotgung raubte ihn den Seinigen in einem Augenblicke, in welchem ihnen ſeine Gegenwart gerade am nothwendigſten war. Er war gezwungen, von ſeinem Vaterlande viel⸗ leicht auf immer Abſchied zu nehmen!— Dieſe und aͤhnliche Gefuͤhle preßten meine Bruſt zuſam⸗
men, und ich konnte meine Seufzer kaum unter⸗
druͤcken— aber ich ſah meinen Vater weinen, und vergaß meinen Gram uber dem Seinigen. Die Thraͤnen eines alten ehrwuͤrdigen Mannes haben etwas ungemein Nuͤhrendes, daß ſelbſt der kalther⸗ zigſte Menſch ihnen ihre Theilnahme nicht verſa⸗ gen kann. Ich meinerſeits konnte es kaum ertra⸗ gen, meinen bekuͤmmerten Vater zu betrachten, der ſchon zu alt geworden war, als daß die leichten Hoffnungen der Jugend noch in ſeiner Bruſt em⸗ porkeimen konnten.
„Ohne Zweifel,“ ſprach er endlich, indem er 6 ch aus ſeiner knieenden Stellung erhob,„ohne Zwei⸗ fel ward dieſes Kreuz hier errichtet, um ungluͤckliche Verbannte daran zu erinnern, daß es fuͤr ſie an⸗ derswo noch eine gluͤcklichere Heimath giebt, aus der die Ungerechtigkeit der Menſchen ſie nicht zu vertreiben vermag.“
Theurer Vater, troͤſtete ich, wird gleich Man⸗ cher, der nur gelebt hat, um ſeinen Nebenmen⸗ ſchen zu dienen, aus ſeinem Vaterlande verſtoßen,


