Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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Schrittes fähig halten ſollen. Es iſt wahr, ich habe mich ſelbſt in Ihren Augen entwürdigt; Sie aber ſollten der Letzte ſeyn, der mir dar⸗ über Vorwürfe macht, auch glaube ich Ihnen nie Anlaß gegeben zu haben, ſo verächtlich von mir zu denken! Wich' ich von dem Wege der Tugend ab, war es die Liebe zu Ihnen, die mich irre leitete Sie ſelbſt wiſſen am beſten, welche Mühe ſie ſich gaben, welche Scheingründe ſie gebrauchten, meine Vernunft zu übertäuben.

Ach Osmond, in welches Elend haben Sie mich geſtürzt; mich, die einſt ſo glücklich war und die nun nie wieder glücklich werden kann. Ich vermag nicht mehr Theil zu nehmen an dem Jubel meiner Geſchwiſter, denn ich glaube immer, ich habe kein Recht wie ſie zu lachen und zu ſcherzen, weil ich nicht unſchuldig bin wie ſie. Ich kann mich nicht der Liebe und Güte des beſten Vaters freuen, denn ich fühle, er würde mich von ſich ſtoßen, kennte er meine Schuld. Ach ich bin ſo elend ſo unausſprech⸗ lich elend ich kann nichts, nichts als beten,