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zu ſammeln, vergebens aber nur bemühte ſie ſich meinen Wunſch zu erfüllen; endlich bat ſie mich ſo dringend ſie allein zu laſſen, daß ich es für rathſam hielt, mich zu entfernen.“
„Ich will,“ ſprach ſie,„zu dem Ewigen flehen, daß er barmherzig auf mich niederſchaue und mich erleuchte, denn ich weiß nicht was ich thun ſoll— ach ich weiß ja nicht was ich thun ſoll!—“ Sie ſah mit Thränen in den Augen zum Himmel empor.„Verlaſſen Sie mich, theure Tante, verlaſſen Sie mich!“ fuhr ſie dann fort,„morgen ſollen Sie mich ruhiger, gefaßter finden. Und ihre Lippen auf meine Wange drückend führte ſie mich ſanft zur Thür, wo ich ſie noch einmal in meine Arme ſchloß und mich dann entfernte.“
„Mit Tagesanbruch heute früh begab ich mich wieder zu ihr; ich fand ſie außer dem Bett und ſchreibend; ſie ſagte mir, der Brief ſey an Sie gerichtet, ſie machte mich mit dem In⸗ halt deſſelben bekannt.„Übergeben Sie, theure Tante, ihm dies Schreiben,“ ſprach ſie dann, „und beſchwören Sie ihn, wenn er anders


