Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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Glauben ſchenken könnteſt. Aber Du mußt der Heftigkeit meiner Liebe manches zu Gute hal⸗ ten— Du kannſt nicht— nein, nein, Du kannſt nicht zweifeln, daß ich mit einer Innigkeit an Dir hänge, die mich meiner Sinne beraubt und mich faſt bis zum Wahnſinn treibt.“

Er. konnte nicht weiter ſprechen, er ſchämte ſich der Thränen, die ihn daran verhinderten, aber er vermochte ſie nicht zu unterdrücken. Caroline war augenſcheinlich gerührt und ſchien ſchon halb geneigt, ſich ihm aufs Neue mit Liebe hinzugeben, aber ſie bekämpfte dieß Ge⸗ fühl.„Ach,“ ſprach ſie,„wie oft habe ich ſolche Worte ſchon von Ihnen gehört! Von welchem Werthe iſt eine Neigung, die ſich auf dieſe Weiſe äußert. Das iſt keine Liebe— das kann nicht Liebe ſeyn! Würde Liebe wohl den geliebten Gegenſtand elend machen? Würde ſie das Glück des Weſens zertrümmern, das

ſich ihr hingegeben. Ach, Osmond, Sie täu⸗ ſchen ſich ſelbſt, Sie lieben mich nicht!“

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