Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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mir heilig ſeyn. Ich will Ihnen nur noch ſagen, daß wir uns trennen müſſen,— obgleich ich fühle— daß ich, indem ich Ihnen dieß erkläre, Ihr Erſtaunen— Ihre Ver⸗ achtung erwecken muß.“

„Mein Erſtaunen in der That,“ entgegnete Osmond.

„Immerhin,“ fuhr die Leidende fort,„ach, welche Buße wäre ſo ſchmerzvoll und demüthi⸗ gend, daß ich ſie nicht verdiente; ich, die ich unnennbare Schande brachte über mich— und meinen würdigen Vater!— Ach das— das eben iſt es—“ fügte ſie hinzu, und aufs Neue erſtickte eine Fluth von Thränen ihre Worte.

„Aber weßhalb dieſer Kummer?“ tröſtete Osmond,„laß uns jetzt— jetzt auf der Stelle hin— zu Deinem Vater—“

„Nimmermehr“— unterbrach ihn Caroline, vor dem Gedanken den er ausſprach zurückbebend.

„Was ſoll ich aber thun, Deine Angſt zu mindern, Dich dem Glücke wiederzugeben?“