Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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ſie zögerte ſelbſt nicht einmal mit ihrer Antwort: „Nein, nein Osmond!“ rief ſie aus,„das hilft zu nichts,— es iſt Zeit unſer ſündhaftes Verhältniß aufzuheben. Hören Sie mich,“ fuhr ſie fort, als ſie bemerkte daß er ſie unterbre⸗ chen wollte,„ich will Muth faſſen, ich will mich nicht vor Ihrer Heftigkeit fürchten, ich will— ich muß Ihnen alles ſagen, was längſt ſchon auf meinem Herzen laſtet. Sie haben mich zu Grunde gerichtet— Sie haben mich zu den Verächtlichſten meines Geſchlechts hinabge⸗ ſtürzt— zu unendlicher, qualvoller Reue ver⸗ dammt!—“ Sie ſchwieg, ihre Thränen er⸗ ſtickten ihre Stimme, er verſuchte ſie zu be⸗ ruhigen, aber ſie wollte nicht beruhigt werden. Sie gutfernte ſich einige Schritte von ihm, um ihre Herzensangſt zu verbergen, oder vielmehr um ſich zu ſammeln, dann trat ſie ihm wie⸗ der näher:„Ich bin ruhiger,“ ſprach ſie, „ich darf mich über den Kummer nicht be⸗ klagen, den Sie über mich herbeiführten, mein Jammer iſt nur zu gerecht, er muß