Teil eines Werkes 
1. Band (1828)
Entstehung
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Wie ſchwach, wie erſchöpft er ſcheint, ach, ich darf nicht den tauſendſten Theil der Angſt aus⸗ ſprechen, die ich ſeinetwegen empfinde. Ich darf mich nicht zu dem Amt ſeiner Pflegerin erbieten, ich muß meine Geſichtszüge in die ruhige Faſſung mädchenhafter Schuchternheit zwingen.— Nur mit höflichen, freundlichen Worten, nicht mit dieſen Thränen, darf ich ihn empfangen;“ ſo ſprechend trocknete ſie ihre Augen,— ſich bemuü⸗ hend, doch ach, nur vergeblich ſich bemühend, Ruhe zu gewinnen.

Mehr als eine Viertelſtunde war ſo vergan⸗ gen, als Miſſ Hopkins, ihr Kammermädchen, zu ihr ins Zimmer trat.„Ich ſoll berichten, My⸗ lady,“ begann ſie,„daß Mylord und Herr Leſ⸗ ſingham zurückgekehrt ſind, und ſich glücklich ſchaͤtzen würden, Sie zu ſehen.— Doch was fehlt Ihnen Mylady, Sie ſcheinen unwohl?“ So ſprechend machte ſie Anſtalt, unter den man⸗ nigfachen, auf der Toilette umherſtehenden Eſ⸗ ſenzen ein Fläſchchen mit nervenſtärkendem Spi⸗

ritus zu ſuchen. Lady Mary aber hielt ſie zurück.