als weil er wünſchte keinen der Himmelstöne zu verlieren, trat er in den Garten— er näͤ⸗ herte ſich dem Luſthäuschen— er war nur noch wenige Schritte von demſelben entfernt,— er konnte die Worte, die ſie ſang, verſtehen, denn das Fenſter ſtand offen. Er trat noch einen Schritt näher— da erſchauten ſeine Blicke die fromme Sängerin, der Schein des Lichtes, welches ihm ihre Geſtalt zeigte, machte, daß ſie ihn nicht bemerken konnte, und ſo blickte er ſie denn an, mit der heiligen Ehr⸗ furcht, mit der er einen Engel betrachtet ha⸗ ben würde. Sie ſaß am Pianoforte, ihre Stimme durch liebliche Accorde begleitend. Ihre Blicke waren zum Himmel emporgehoben, ein himmliſches Lächeln hielt ihren Mund um⸗ zogen— der fromme Ausdruck in ihrem Ge⸗ ſicht hatte etwas Überirdiſches.
Nur mit Mühe konnte Osmond der Verſu⸗ chung widerſtehen, hineinzuſtürzen, ſich zu ih⸗ ren Füßen niederzuwerfen, und ſie anzuflehn, auch für ihn zu beten.—


