Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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völlig herabgeſunken, vom Himmel ſenkte der Septembermond ſeine freundlichen Strahlen.

Er horchte den Tönen, die mehr für das Herz als für die Sinne geſchaffen ſchienen; zwar war er zu weit entfernt, um die Worte des Liedes, welches geſungen ward, zu verſte⸗ hen; aber die Melodie, ſo einfach, ſo fromm, konnte er ſie je vergeſſen? Konnte er je ver⸗ geſſen, wie oft die liebevolle Gattin ihm in ähnlicher Stunde dieſe Abendhymne ſang, de⸗ ren erhabene Gedanken oft ſeine Seele von der Erdenwelt hinauf zu dem Ewigen trugen?

Heilige Momente! obgleich längſt entſchwun⸗ den, lebten ſie dennoch in ſeiner Erinnerung, ſie hatten nur geſchlummert, jetzt erwachten ſie die Stimme ſeines Weibes hatte ſie er⸗ weckt.

Er ſuchte die Sehnſucht nicht zu bekämpfen, die ihn antrieb, ſich der frommen Sängerin immer mehr und mehr zu nähern. Mit leiſen Schritten und zurückgehaltenem Athem, weni⸗ ger weil er fürchtete entdeckt zu werden