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Endlich ſchwieg ihr Geſang— aber die Töͤne zitterten noch in Osmonds Herzen nach; und
noch immer ſtand er da, ehrfurchtsvoll auf ſie
blickend. Er machte keinen Verſuch ſich hin⸗ weg zu begeben, er ſchien vergeſſen zu haben, weshalb er gekommen ſey, ob er gehn, ob er
bleiben ſolle, alles war untergegangen in dem
Enthuſiasmus, den ſie ihm eingeflößt hatte.
Ihn verlangte dennoch mit ihr zu reden; er konnte es nicht— er wollte es nicht glau⸗ ben, daß ein ſo frommes, ein ſo heiliges Ge⸗ müth als das Ihre— ſo verbrecheriſch er auch gegen ſie gehandelt hatte— ihn haſſen, ihm zürnen könne. Er war ihres Mitleids gewiß— und nur ihr Mitleid wollte er in Anſpruch neh⸗ men. 3
Aber wie ſollte er vor ihr erſcheinen, ohne ſie zu erſchrecken? es ſchien ihm ein Verbre⸗
chen, ihre an Heiterkeit gränzende heilige Ruhe zu ſtören.— Dann und wann umwölkte zwar
ihr Geſicht ein Schatten von Schwermuth, ſie ſeufzte tief— ſie ſtützte ihr Haupt in ihre
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