Greif, giftiger als eine Vyper, und unzuſamer als ein aufrechtſtehender Loͤwe.“
„Dennoch hege ich einigen Zweifel,“ ſdrach der Pfar⸗ rer,„ob wir auch mit Recht vom alten Sir Hugh, bei ſeinem jetzigen Gemuͤthszuſtande, irgend eine Uebertragung ſeiner vaͤterlichen Rechte, zu weſſen Gunſten es auch ſey, verlangen koͤnnen.“—
„Euer Wuͤrden brauchen nicht daran zu wweifein, ſagte William Badger, welcher waͤhrend dieſer letzten Rede herein⸗ getreten war.„Meinen Kopf will ich wetten, daß wenn er erwacht, er ein ganz anderer Mann ſeyn wird.“
„Haſt Du denn ſolch großes Vertrauen in Doetor Diddleums Trank? William,“ fragte der Geiflliche.
„Nicht das allermindeſte,“ entgegnete William,„zumal da der alte Herr keinen Tropfen davon zu ſich nehmen konnte, weil naͤmlich die alte Magd die Schale zuvor geleert
hatte. Aber da iſt ein Mann mit Herrn Treſſilian gekom⸗
men, der hat unſerm alten Ritter einen Trank gegeben, zwanzigmal mehr werth, als jener. Ich habe ihn ein wenig ausgefragt, aber noch iſt mir keiner vorgekommen, der ſich beſſer als er auf Pferde⸗ und Hundekrankheiten verſtaͤnde, von ſolch einem koͤnnen auch nur Menſchen gut haben.“
„Ein Vieharzt! biſt Du bei Sinnen, William!“ rief der Pfarrer, indem er voll Erſtaunen und Entſetzen auf⸗ ſprang;„und wer huͤrgt uns fuͤr den Fremden?“
„Ei“ erwiederte William,„bin ich doch ſchon fuͤnf und zwanzig Jahre Diener hier im Hauſe, und alſo doch wol im Stande, Buͤrge zu ſeyn fuͤr das, was Menſchen und Vieh an Arzenei genießen.— Ich, der im Nothfall mein
eigener Doetor ſeyn und mich ſelbſt zur Ader laſſen koͤnnte.“—
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