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brauchen, um Kraͤfte fuͤr die Pruͤfungen zu ſammeln, welche zer uns auferlegt.“
„Recht, recht! alter Freund,“ entgegnete Sir Hugh, „wir wollen unſere Pruͤfungen maͤnnlich ertragen— haben wir doch nur ein Weib verloren.— Sieh' Treſſilian,— hier zog er eine lange Haarlocke aus ſeinem Buſen— ſieh' hier dieſe Locke!— Laß Dir nun erzaͤhlen, Edmund, wie ich dazu kam. In der Nacht, wo ſie verſchwand, hing ſie, als ſie mir, wie gewoͤhnlich, gute Nacht wuͤnſchte, an mei⸗ nem Halſe, inniger als ſonſt; ich alter Thor faßte dieſe Locke, bis ſie die Scheere hervorzog, ſie von ihrem Haupte trennte und in meiner Hand zuruͤckließ,— als Dns Einigs was ich je von ihr wiederſehen ſollte.“.
Treſſilian war nicht im Stande, auch nur ein Wort zu erwiedern; aber lebendig ſtanden vor ſeiner Seele die Ge⸗ fuͤhle, welche in jenem Augenblicke den Buſen der fliehenden Tochter durchkreuzt haben mochten⸗
„,Ja, ja, ich weiß ſchon was Ihr ſagen wollt, Hert Pfarrer!— fuhr der Kranke fort;„was iſt's denn nun weiter als die Locke eines Weibes— und durch das Weib kam ja die Suͤnde in die unſchuldige Welt.— Auch der ge⸗ lehrte Meiſter Mumblaze dort, weiß mir viele ſcholaſtiſche Dinge uͤber ihre Unbedeutſamkeit zu ſagen. 2
3 C'est Phomme,“ ſagte Meiſter Mumblaze,, qui Se bast et qui conseille.“
„ Wahr!“ erwiederte Sir Hugh,„und wir wollen uns daher betragen wie Maͤnner, die beides, Muth und Weis⸗ heit beſitzen;— Treſſilian, Du biſt mir eben ſo willkom⸗ men, als ob Du mir beſſere Kunde gebracht haͤtteſt: Aber wir haben hier zu lange mit trockenem Munde geſprochen, — Emmy, Emmy! reiche dem Edmund doch einen Becher


