Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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„Haͤtteſt Du ihn etwa geſehen,“ erwiederte geduldig der Gaſtwirth,„da moͤchte ich denn nur gerne wiſſen, ob er wohl ausſaͤhe wie unſer einer.“

„Eil Du wirſt das ſeiner Zeit ſchon erfahren,“ verſetzte ſeine Ehehaͤlfte,„und ihr da vergeßt die Arbeit nicht über das Geſchwaͤtz.— Aber wiſſen moͤcht' ich doch ſelbſt, wie er ausgeſehen, Jack,“ fuhr ſie dann wieder zum Stallknecht gewandt fort.

„Kann Euch wirklich damit nicht dienen, Frau,“ ent⸗ gegnete dieſer mit mehr Achtung;„wie er ausſah, kann ich nicht ſagen; weder ich, noch ſonſt irgend jemand, haben ihn je geſehen.“—

„Wie aber bekamſt Du dein Pferd geheilt, wenn Du ihn nicht ſah'ſt?“ fragte der Pachter.

„Ei! ich ließ die Krankheit meines Gauls vom Schul⸗ meiſter niederſchreiben, und ein Junge, haͤßlich wie die Suͤnde, war mein Fuͤhrer.“

„„Und was war's, worin beſtand ſein Mittel?— Half es?“— fragten und wiederholten alle Umſtehenden.

„Ja, was es war, weiß ich nicht,“ verſetzte der Stall⸗ knecht;„ein Stuͤckchen davon, das ich den Muth hatte, in den Mund zu ſtecken, ſchmeckte wie Hirſchhorn und Eſſig— aber geholfen hat's, trefflich geholfen,— und wenn den Wayland wirklich der Teufel geholt hat, wird's ſchlimm hier zu Lande um Pferde und Rindvieh ſtehen.“

Der Kuͤnſtlerſtolz, welcher ſich gewiß wenigſtens eben ſo ſtark aͤußert, als jeder andere, wirkte auch hier in ſo weit auf Wayland Smith, daß er, uneingedenk der Gefahr, welcher er ſich ausſetze, wenn er erkannt werden ſollte, ſich nicht enthalten konnte, Treſſilian bei dem Lobe ſeiner aͤrzt⸗ lichen Geſchicklichkeit zuzuwinken, und uͤber dieſen unleug⸗

Kenilworth. 1. Bd. N