Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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ſo klein und arm auch dieſe Zelle, bin ich doch im Stande⸗ Euch einige Erfriſchung zu bieten.“

„Sprich davon nicht,“ entgegnete Treſſtlian,„ſondern beginne mit deiner Erzaͤhlung, denn meine Zeit iſt kurz.“

„Ihr ſollt keine Urſache haben, euren Verzug zu be⸗ reuen,“ erwiederte der Schmidt,„denn euer Gaul ſoll un⸗ terdeſſen beſſeres Futter empfangen, als es heute fruͤh der Fall geweſen, und wird Euch dann um ſo ſchneller weiter tragen.“

Mit dieſen Worten verließ Wayland die Hoͤhle, kehrte aber nach einigen Augenblicken zuruͤck. Wir aber brechen hier ab, damit ſeine Erzaͤhlung mit einem neuen Capitel beginnen koͤnne.

11.

Der Schmidt Wayland hebaun ſeine Erzaͤhlung mit folgenden Worten:

„Ich ward zum Hufſchmidt erzogen, und verſtand mein Handwerk ſo gut, als je irgend ein ſchwarzbefaͤuſteter, le⸗ dern⸗geſchuͤtzter Burſche dieſer alten Kunſt. Bald aber ward ich es uͤberdruͤſſig, meinen Hammer auf dem Ambos ertoͤnen zu laſſen, als ich zufaͤlligerweiſe die Bekanntſchaft eines be⸗ ruͤhmten Gauklers machte, deſſen Finger fuͤr die Taſchen⸗ ſpielerkuͤnſte faſt zu ſteif geworden waren, und der ſich daher einen Lehrling bei ſeinem edlen Gewerbe wuͤnſchte. Sechs Jahre lang diente ich ihm, bis ich Meiſter meiner Kunſt ward — ich berufe mich in dieſer Hinſicht auf Euch, mein guter Herr, und frage Euch, deſſen urtheil nicht in Zweifel gezo⸗ gen werden kann, ob ich nicht meine Sachen treffllich zu machen verſtehe?“.