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»Du haſt genug geſagt,“ entgegnete Treſſtlian, ſich ab⸗ wendend, als wolle er vor dem Redner die ſchmerzlichen Erin⸗ nerungen verbergen, welche ſeine Worte in ihm erweckt hatten.
„»Der Gaukler,“ fuhr der Schmidt fort,„machte ſeine Sachen ſo gut, daß faſt alle Anweſende ſeine Kunſt beinahe fuͤr Zauberei hielten; ein Maͤdchen von ungefaͤhr funfzehn Jahren, mit dem ſchoͤnſten Geſicht, das ich je geſehen, fuͤhl⸗ te ſich vorzuͤglich ergriffen. Die roſigen Wangen wurden bleich und ihr großes braunes Auge erſtarrte, ob der Wun⸗
der, die ſich ihr zeigten.“
„Halte ein,“ rief Taeſſiltan„ iih gebiete es Dir⸗ hal⸗ te ein!“
„Meine Abſicht iſt nicht, Euch zu beleidigen, werther Herr,“ entgegnete der Schmidt;„nur erinnern wollt' ich Euch, wie Ihr, um die reizende Maid zu beruhigen, Euch herabließt, die Art und Weiſe zu erklaͤren, auf welche ſolche
Kuͤnſte ausgeuͤbt werden, und wie Ihr ſo den armen Gauk⸗
ler beſchaͤmtet, als Ihr ſein Geheimniß baar und bloß zu deuten verſtandet, ſo geſchickt, als waͤret Ihr einer ſeiner Kunſtbruͤder.— Es was aber auch in der That ein ſo ſchoͤ⸗
nes Maͤdchen, daß, um ein einziges Laͤcheln von ihr zu ge⸗ winnen, man leicht—
„ Kein Wort mehr von ihr! rief Treſſilian,— wohl er⸗ innere ich mich jenes Abends, von dem Du redeſt,— es war einer von den wenigen gluͤcklichen meines Lebens.“
„ Sie iſt alſo hinuͤbergegangen!“ ſagte der Schmidt, in⸗ dem er auf ſolche Weiſe den Seuftzer auslegte, mit welchem Treſſtlian ſeine ſo eben ausgeſprochenen Worte begleitet hatte,„todt alſo, ſo jung, ſo ſchoͤn, ſo liebenswerth!— Verzeiht, geſtrenger Herr!— wollte ich doch, ich haͤtt' ein anderes Then gehammert, der Nagel paßte nicht.“
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