— 176— 4 Vernichtung zu bringen.“ So ſprechend machte er furchtbare Gebehrden und ſchwang ſeinen Hammer.
„Schweig, erbaͤrmlicher Betruͤger, mit deinem Zigeu⸗ ner⸗Gewaͤſch,“ ſprach Treſſilian veraͤchtlich,„fort mit mir auf der Stelle zur naͤchſten Obrigkeit, oder mein Schwerdt ſoll deinen Hirnſchaͤdel treffen.“
„Haltet Frieden, guter Wayland, ich bitte Euch,“ ſagte Dickie,„hier hilft kein Großthun, Ihr muͤßt doch klein bei⸗ geben.“
„Ich meinte, werther Herr,“ nahm jetzt nach einer kur⸗ zen Pauſe der Schmidt das Wort, indem er ſeinen gehobe⸗ nen Hammer ſinken ließ, und einen milden, unterwuͤrfige⸗ ren Ton anſtimmte,„daß, wenn ſo ein armer Kerl, als ich, ſein Tagewerk nur ordentlich thut, es ihm erlaubt ſeyn muß, es zu verrichten, wie er es fuͤr gut findet. Euer Pferd iſt beſchlagen, der Schmidt bezahlt,— und ich ſehe alſo nicht ein, was Ihr hier weiter zu thun habt, als aufzuſtei⸗ gen und eure Reiſe fortzuſetzen.“
„Ihr irrt Euch, Freund,“ entgegnete Treſſilian;— „jedermann hat das Recht, einem Betruͤger oder Gaukler ſeine Larve abzuziehen, und eure Art und Weiſe zu leben, erregt den Verdacht, daß Ihr beides ſeyd.
„Redet Ihr ſo entſchieden,“ erwiederte der Schmidt, „ſo kann ich mir nicht anders als durch Gewalt helfen, die moͤchte ich aber ungern gegen Euch gebrauchen, Herr Treſſi⸗ lian;— nicht etwa, weil ich eure Waffe füͤrchte, ſondern weil ich weiß, daß Ihr ein wackerer, lieber, ehrenwerther Herr ſeyd, der einem armen Manne in der Noth lieber hel⸗ fen als ſchaden moͤchte.“
„Wohl geſprochen, Wayland!“ ſagts der Knabe, wel⸗
ter aͤngſtlich auf den Erfolg ihrer Unterredung horchte;„aber 4 6 ſo


