— 175—
In dem Augenblicke aber, wo ſie aufhoͤrten, ſprang Treſſi⸗ lian, ſtatt die Zeit abzuwarten, welche ihm von ſeinem Fuͤh⸗ rer vorgeſchrieben war, ſein Schwerdt in der Hand, raſch empor; ſtuͤrzte hinter dem Gebuͤſch hervor, und erblickte ei⸗ nen Mann mit einer ledernen Schmiedeſchuͤrze, im uͤbrigen aber phantaſtiſch angethan, in einer Kleidung aus Baͤren⸗ fell, und eine Muͤtze von demſelben Rauchwerk, welche die rußigen Geſichtszuͤge deſſen, der ſie trug, faſt voͤllig bedeckte. —„Zuruͤck, zuruͤck,“ ſchrie der Burſche Treſſilian zu,„er zerreißt Euch in Stuͤcke, noch lebte niemand, der ihn er⸗ blickte.“— Der unſichtbare, jetzt aber voͤllig ſichtbare Schmidt hob in der That ſeinen Hammer, wie zum Angriff bereit.
Als aber der Knabe bemerkte, daß weder ſein eigener Zuruf, noch die drohende Stellung des Schmidts, Treſſilian zu ſchrecken ſcheine, ſondern daß dieſer im Gegentheil mit gezogenem Schwerdte dem gehobenen Hammer zu begegnen im Begrlff ſtand, rief er haſtig dem Schmidt zu:„ſchlagt nicht zu, Wayland, Ihr wuͤrdet zu Schaden kommen.— Der Herr ifl ein Edelmann, und hat Muth.“
„So haſt Du mich alſo betrogen Tingte rief der Schmidt, das ſoll Dir uͤbel bekommen.“
„Wer Du auch ſeyn magſt,“ ſprach Treſſilian,„Du haſt nichts von mir zu fuͤrchten, wenn Du mir die Urſache dieſes Poſſenſpieles kund thuſt, und mir ſagſt, warum Du dein Handwerk auf ſo geheimnißvolle Weiſe treibſt.“
Der Schmidt aber blickte zornig auf Treſſilian, und fragte mit drohender Stimme:„Wer ſpricht ſo zum Huͤter des kryſtallnen Lichtſchloſſes, zum Herrn des gruͤnen Loͤwen, zum Ritter des rothen Drachen?— fort!— eh' ich Talpack mit dem feurigen Speer heraufbeſchwoͤre, Schierz, Tod und


