Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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und den Buſen, der ſo hoch ſchlaͤgt, unter Haft von Cam⸗ brie und Spitzen legen.

Sie gingen dem zufolge in das andere Zimmer, wo ſich die Grafin auf eins der Mauriſchen Polſter niederließ; halb ſitzend, halb ruhend, halb in ihren eigenen Gedanken ver⸗ ſunken, halb auf das Geſchwaͤtz ihrer Dienerin horchend.

So in dieſer Stellung, mit einem Ausdruck, zugleich von Sorgloſigkeit und Erwartung, in ihren feinen reizenden Geſichtszuͤgen, haͤtte man alle Laͤnder durchſuchen koͤnnen, ohne auch nur eine halb ſo ausdrucksvolle liebliche Geſtalt zu finden. Die Reihen von Brillanten in den braunen Locken, verdunkelten nicht den Glanz ihrer ſchoͤnen braunen Augen, uber die ſich die gewoͤlbten Brauen von etwas lichterer Farbe zogen, und die von langen ſeidenen Wimpern beſchattet wurden. Die koͤrperliche Bewegung, der ſie ſich vor einem Augenblicke hingegeben hatte, ihre geſpannte Erwartung und befriedigte Eitelkeit, verbreiteten eine Glut uͤber ihr liebli⸗ ches Geſicht, das man fruͤher zuweilen wohl etwas zu bleich genannt hatte. Das Halsband, von milchweißen Perlen, welches ſie trug, daſſelbe, welches ſie ſo eben als ein Liebes⸗ zeichen von ihrem Gemahl erhalten hatte, ward an Weiße von ihren Zaͤhnen, und der blendenden Schoͤnheit ihrer Haut übertroffen.Nun halte ein mit deinen geſchaͤftigen Fin⸗ gern, ſprach ſie zu ihrem emſigen Cammermaͤdchen, welches noch immer raſtlos bemüht war, ihre Kleidung und ihr Haar wieder in Ordnung zu bringen. Genug, ſag' ich, ich muß vor Mylords Ankunft noch deinen Vater ſprechen, und auch Herrn Richard Varney, auf den mein Gemahl große Dinge haͤlt. Ich koͤnnte dieſem etwas von ihm er⸗ zaͤhlen, was jenen aus ſeiner Gunſt bringen wuͤrde.