Gebieterin auf dem Fuße folgte.—„O, Janette! wie ent⸗ zuͤckend iſt es, zu denken, daß alle dieſe koſtbaren Dinge hier mir ſeine Liebe ſchuf, ſeine Liebe zu mir! und daß ich noch an dieſem Abend, der mit jedem Augenblick ſtaͤrker zu daͤm⸗ mern beginnt, ihm mehr fuͤr die Liebe, die dieſes Zauber⸗ paradies entſtehen hieß, als fuͤr alle Wunder, die es in ſich ſchließt, danken werde.“”
„Dem Gott iſt zuerſt zu danken,“ ſagte die kleine nied⸗ liche Puritanerin,„der Euch, meine Lady, dieſen zaͤrtlichen gefaͤlligen Gemahl ſchenkte, deſſen Liebe ſo viel fuͤr Euch ge⸗ than.— Wenn Ihr aber ſo wild von Zimmer zu Zimmer fliegt, wird das Kunſtwerk meines Brenn⸗ und Kraͤuſeleiſens ſchnell verſchwinden, wie die Eisblumen am Feiſſa⸗ wenn die Sonne ſcheint.“
„Du haſt recht, Janette,“ entgegnete die junge reizen⸗ de Graͤfin, ſchnell den Flug ihrer begeiſterten Entzuͤckung hemmend, und beſchauete ſich dabei, vom Fuß bis zum Kopf⸗ in einem der eoloſſalen Spiegel, wie ſie ihn ſo groß noch
nie geſehen, und wie er praͤchtiger wohl nicht in der Koͤni⸗ gin Pallaſt zu finden geweſen waͤre.—„Du haſt recht, Ja⸗ nette,“ ſagte ſie, als ſie nun mit verzeihlichem Wohlgefal⸗ len den koͤniglichen Spiegel Reize wiedergeben ſah, wie ſie nur ſelten ſeiner koͤſtlich polirten Oberflaͤche dargeboten ſeyn mochten.„Wahrlich, ich ſcheine mehr ein Milchmaͤdchen, als eine Graͤfin, mit dieſer gluͤhenden Noͤthe auf den Wan⸗ gen, und den braunen Locken, die Du ſo kunſtvoll geordnet, und die nun wild umherhaͤngen wie unbeſchnittene Weinran⸗ ken.— Mein Kragen iſt auch herabgefallen, und zeigt Nak⸗ ken und Buſen, mehr als beſcheiden und ſittig.— Komm, Janette, laß uns Toilette machen, mein gutes Maͤdchen! Du ſollſt dieſe rebelliſchen Locken wieder in Ordnung bringen,⸗


