Teil eines Werkes 
1. Band (1823)
Entstehung
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leuchtet, und zwar mit einem Glanz, der in einer Entfer⸗ nung von ſechs Meilen ſichtbar geweſen ſeyn würde, haͤtten nicht eichene, durch Riegel und Schloͤſſer wohlverwahrte Fenſterladen, die man von innen mit ſeidenen und ſammte⸗ nen, mit dicken goldenen Frangen beſetzten Vorhaͤngen be⸗ deckt hatte, verhindert, dieſe Herrlichkeit von außen zu ſchauen.

Die Hauptgemaͤcher beſtanden, wie wir geſehen haben, aus vier in einander gehenden Zimmern, zu denen eine brei⸗ te Treppe von ungewoͤhnlicher Groͤße und Hoͤhe fuͤhrte, wel⸗

che an der Thuͤr eines Vorzimmers, das ungefaͤhr wie eine Gallerie ausſah, endete. Der Abt hatte dies Zimmer zuwei⸗ len zum Gerichtsſaal gebraucht; jetzt aber waren die Waͤnde koſtbar mit fremdem Holz von dunkelbrauner Farbe getaͤfelt worden, deſſen Politur von ungemeiner Schoͤnheit war, und von dem man ſagte, daß es von Weſtindien gekommen, und mit unendlichen Schwierigkeiten, und zum großen Nach⸗ theil der Geraͤthſchaften der Handwerksleute in London verar⸗ beitet ſey. Das Dunkele dieſer Farbe wurde von zahlreichen ſilbernen Armleuchtern, welche rund herum an den Waͤnden hingen, ſo wie durch ſechs große Gemaͤlde in reichen Rah⸗ men, von den vortrefflichſten Meiſtern jener Zeit, gehoben. Ein maſſiver eichener Tiſch, am unteren Ende des Zimmers, ſtand zur Bequemlichkeit derer da, die das damals gebraͤuch⸗ liche Haͤufelſpiel liebten; und am entgegengeſetzten war eine Gallerie errichtet fuͤr die Muſiker und Minneſaͤnger, welche zur Verherrlichung des Feſtes vielleicht herbeigerufen werden moͤchten. Von dieſem Vorgemach trat man in einen Banquetſaal, von mittelmaͤßiger Groͤße, aber reich genug, das Auge des Schauenden durch Glanz und Pracht zu blenden. Die Waͤn⸗ Kenilworth. 1. Bd. F