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wenn ſie meine Feindin iſt. Gebt ihr dieſe Wahrheit zu verſtehen, Anthony, wenn ſich die Gelegenheit darbietet, und aͤberlaßt es mir, ihr von Euch ins Ohr zu fluͤttern, und Euch in ihrer Meinung zu heben.— Wie du mir, ſo ich dir, das Sprichwort gilt in der ganzen Welt.— Die Lady muß ihre Feinde kennen lernen, und erfahren, daß es in ihrer Macht ſteht, ſie in ihre Freunde zu verwan⸗ deln;— unterdeſſen bewache ſie genau, aber mit aller der Achtung, welche deine rauhe Natur zulaͤßt. Es iſt ein herrlich Ding um deinen muͤrriſchen Blick und deine Bullen⸗ beißer⸗Laune; Du haſt Gott dafuͤr zu danken, und auch Mylord kann ſich daruͤber freuen; denn wenn's etwas Hartes zu thun giebt, vollbringſt Du es, als geſchaͤhe es aus eigener huͤndiſcher Natur, und nicht auf Befehl, und ſo entgeht Mylord dem boͤſen Rufe.— Doch horch! jemand klopft an die Pforte,— ſieh zum Fenſter hinaus,— laß niemand herein,— Stoͤrung kaͤme heute Abend un⸗ gelegen.“ 7
„Es iſt der, von dem wir vor Tiſche ſprachen,“ ſagte Foſter, indem er durch das halb geoͤffnete Fenſter ſahe; „Michael Lambonrne.“
„Den laß ein, ſchnell,“ rief der Hoͤfling,„ ich erwarte ihn, er bringt mir Kunde von Treſſilian.—— es liegt uns viel daran, Nachricht von deſſen Beginnen zu erhal⸗ ten.— Laß ihn ſchnell ein, ſag' ich; aber hieher fuͤhre ihn nicht; ins Buͤcherzimmer des Abtes, dort werde ich gleich bei Euch ſeyn.“
Foſter verließ das Gemach; und der Hofmann, welcher zuruͤckblieb, ſchritt nun gedankenvoll im Zimme⸗ auf und ab, die Arme uber einander geſchlagen, bis er endlich ſeinen Betrachtungen in einzelnen abgebrochenen Worten Luft


