„Wahrlich! Mylady,“ ſagte Janette, indem ihre Blicke voll Verwunderung auf dem Halsband ruhten,„eine Koͤnigs⸗ tochter kann keinen ſchoͤneren Schmuck tragen, und dieſer Blumenſtrauß hier, jede Perle iſt ein Freigut werth!“
„Jedes Wort auf dieſem theuren Papier, mein Maͤd⸗ chen, iſt koſtbarer als die ganze Schnur; aber komm in mein Ankleidezimmer, wir muͤſſen eilen, Mylord kommt noch vor Abend hieher.— Er bittet mich um mein Wohlwollen fuͤr Euch, Varney! und ſein Wunſch iſt mir Befehl. Ihr ſeyd
fuͤr dieſen Abend zu einer Collation in meinem Gemach ge⸗
laden; Ihr auch Herr Foſter. Gebt die noͤthigen Befehle, und laßt alles zum wuͤrdigen Empfang Mylord's vorbereiten. — Nach dieſen Worten verließ ſie das Zimmer.
„Sie thut ſchon vornehm,“ ſagte Varney,„und ver⸗ theilt die Gunſt ihrer Gegenwart, als waͤre ſie bereits Theil⸗ nehmerin ſeiner Wuͤrden.— Nun wohl! es iſt gut, zum voraus die Rolle zu uͤben, welche uns zu ſpielen Fortuna be⸗ reitet— der junge Adler muß nach der Sonne blicken, bevor er ſich ihr auf ſtarken Schwingen zu nahen wagt.“
„Wenn ſie den Kopf hoch traͤgt, laͤuft ſie nicht Ge⸗
fahr geblendet zu werden,“ ſagte Foſter;„ich ſtehe Euch da⸗
für, ſie laͤßt nichts von ihrem Stolze nach. Bald, Herr Varney, wird ſie nicht mehr nach meiner Pfeife tanzen, ich verſichere Euch, ſie haͤlt mich ſchon jetzt ordentlich in Re⸗ ſpect. 1
„ Das iſt deine eigene Schuld,“ entgegnete Varney, „Du traͤger unerfinderiſcher Geſell, der Du keine andere Art von Aufſicht kennſt, als handgreiſliche brutale Gewalt.— Kannſt Du ihr nicht den Aufenthalt hier angenehm machen, durch Scherz und Muſik? Kannſt Du ihr nicht, was außer
dieſer Burg vorgeht, furchtbar erſcheinen laſſen, wie Geſpen⸗
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