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Als Treſſilian, ſo mit ſich ſelbſt redend, ſich der Thuͤr nahete, um ein Mittel ausfindig zu machen, ſie zu eroͤffnen oder ſie zu uͤberſteigen, bemerkte er, daß von außen ein Schluͤſſel eingeſteckt wurde. Er ward gedreht, die Angeln bewegten ſich, und der Cavalier, welcher hereintrat, ſtand in einen Reitermantel gehuͤllt, mit großem niedergeſchlagenen Hut und herabhaͤngenden Federn, plötzlich vier Schritte vor dem, der den Ausgang ſuchte. Mit einem von Zorn und Erſtaunen gemiſchten Ton riefen beide zugleich, der eine: „Varney!“ der andere:„Treſſilian!“
„Was macht Ihr hier“ war die ſtrenge Frage des Frem⸗ den an Treſſilian, als der Moment des Erſtaunens vorüber gegangen war,—„was wollt Ihr hier, wo Eure Gegen⸗ wart weder erwartet noch gewuͤnſcht wurde?“
„Und was iſt Euer Geſchaͤft hier?“ entgegnete Treſſi⸗ lian;„kommt Ihr, den Triumph zu feiern uͤber die Un⸗ ſchuld, die Ihr zerſtoͤrtet. Dem Geier gleich, der herab⸗ fliegt, ſich am Lamme zu maͤſten, dem er fruͤher die Augen aushackte?— Oder ſeyd Ihr gekommen, die verdiente Rache eines ehrlichen Mannes zu fuͤhlen?— Zieh' Elender, und vertheidige Dich.“
Treſſilian zog ſein Schwerdt, als er ſo ſprach. Varney aber legte nur ſeine Hand an den Griff des Seinigen und erwiederte:„Du biſt raſend, Treſſilian; der Schein iſt ge⸗ gen mich; allein bei allen Eiden, die nur ein Prieſter erfin⸗ den und ein Mann ſchwoͤren kann, betheuere ich dir, Emmy Fobſard hat keine Kraͤnkung von mir erfahren; und wahrlich nur ungern wuͤrde ich Dir in dieſer Sache Leid zufuͤgen.— Du weißt, ich kann fechten.“
„So hoͤrt ich Dich reden,“ antwortete Treſſilian,„aber jetzt moͤcht' ich wohl einen beſſeren Beweis dafuͤr als deine Worte.“


