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„Dies ſind alſo die Genoſſen,“ begann er zu ſich ſelbſt, „zu denen dein grauſamer Leichtſinn, Emmy, deine unbe⸗ dachtſame Treuloſigkeit den verdammten, von dem ſeine Freunde einſt groͤßere Hoffnungen hegten, und der ſich jetzt ſelbſt verachtet, wie ihn andere verachten werden, der Er⸗ niedrigung wegen, zu der er aus Liebe zu dir hinabſteigt! Aber ich will das Forſchen nicht aufgeben, nach dir, einſt der Gegenſtand meiner reinſten und zaͤrtlichen Liebe, obgleich du mir fortan nichts mehr ſeyn kannſt, als ein Weſen, werth meiner Thraͤnen— ich will dich vor deinem Betruͤger, vor dir ſelbſt ſchuͤtzen— ich will dich deinem Vater wieder⸗ geben, deinem Gott. Nicht vermag ich, den Stern wieder in der Sphaͤre funkeln zu heißen, aus der er hinabftuͤrzte, aber———
Ein leichtes Geraͤuſch im Zimmer unterbrach ſeine Traͤu⸗ mereien; er blickte auf und erkannte, in der ſo eben durch eine Seitenthuͤr hereintretenden ſchoͤnen und reichgekleideten weiblichen Geſtalt— den Gegenſtand ſeiner Nachforſchungen.
Der erſte Eindruck dieſer Entdeckung trieb ihn an, ſein Ge⸗
ſicht in den Kragen ſeines Mantels zu verbergen, bis ſich ein guͤnſtiger Augenblick darbieten wuͤrde, ſich zu erkennen zu geben; allein ſeine Abſicht ward durch die junge Dame
(ſie war noch nicht uͤber 18 Jahr alt) vereitelt, die freudig
auf ihn zu eilte, ihn beim Mantel faßte, und ausrief: „Nein, mein ſuͤßer Freund! nachdem ich ſchon ſo lan⸗ ge deiner harrte, kamſt Du nicht in meinen Kerker, um den Verlaryten zu ſpielen.— Du biſt des Verraths an
treuer Liebe und heißer Zaͤrtlichkeit angeklagt, Du mußt vor den Schranken erſcheinen, und unverhuͤllt deine Antwort ge⸗
ben— wie heißt ſie, ſchuldig oder nicht?“


