Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

208

der Tod, zu der Graͤfin ſprach:Das iſt Richard Var⸗

ney's Paßgaͤnger, unter Tauſenden wuͤrde ich ihn erken⸗ nen. Jetzt ſteht die Sache ſchlimmer, als vorhin mit dem Kraͤmer.. 1

Zieht euer Schwerdt, rief die Graͤfin,und durch⸗ bohrt meine Bruſt; eher ſterben, als in ſeine Gewalt fal⸗ len!

Eher wollt' ich es in ſeinem, oder auch in meinem

Blute baden, entgegnete Wayland.Aber aufrichtig ge⸗ ſprochen, fechten gehoͤrt eben nicht zu meinen beſten Talen⸗ ten, obgleich ich, will's die Noth, den kalten Stahl eben ſo kuͤhn ins Auge faſſen kann, wie jeder Andere; und was mein Schwerdt betrifft ſeht, das iſt nur ein erbaͤrmliches

Ding, er aber, ich ſtehe Euch dafuͤr, fuͤhrt eine ſpaniſche Klinge. Auch hat er einen Dienſtmann bei ſich, ja, und

wenn ich nicht irre, iſt es Lambourne, der Raufbold, um Gottes willen, fort, fort, laßt uns eilen, der Kerl ſoll

ſchon Raub und Mord vollbracht haben. Nicht etwa, daß

ich ihn oder Varney in einer gerechten Sache fuͤrchten ſollte,

Euer Gaul, gnaͤdige Frau, wuͤrde noch raſcher gehen,

wenn Ihr ihn mehr antreiben wolltet; aber ſo nicht, ſetzt ihn nicht in Galopp, ſie moͤchten ſonſt glauben, wir fuͤrchte⸗ ten ſie, und Jagd auf uns machen bleibt ja im Trabe!

Obgleich ich ſie aber nicht fuͤrchte, wuͤnſchte ich doch,

wir waͤren ſie los, und das lieber mit Hoͤflichkeit, als mit Gewalt. Koͤnnen wir nur den Trupp vor uns erreichen, und uns ihm anſchließen, ſo wuͤrden wir ſeiner Aufmerkſamkeit entgehen, falls er nicht etwa von eurer Flucht weiß, und uns einzuholen ausgeritten iſt.

So ſprechend, trieb er bald ſein Pferd an, bald hielt er es zuruͤck, beabſichtigend, ſo ſchnell fortzukommen, als moͤg⸗ lich, ohne daß ſeine Eile den Anſchein einer Flucht gewoͤnne.

So