Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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So erreichten ſie die Hoͤhe des kleinen Huͤgels, auf wel⸗ chem ſie fruͤher den Trupp erblickt hatten, und bemerkten mit Vergnuͤgen, daß ſich die Geſellſchaft in dem unten lie⸗ genden Thale befand, wo die Landſtraße von einem Fluͤßchen durchſchnitten ward, an deſſen Ufer einige Huͤtten lagen.

Die Truppe ſchien dort Halt gemacht zu haben; ein Umſtand, welcher Wayland hoffen ließ, daß es ihnen jetzt leichter gelingen wuͤrde, ſie zu erreichen, und ſich ihr anzu⸗ ſchließen, bevor Varney ſie einholen wurde. Er ward um ſo beſorgter, da ſeine Reiſegefaͤhrtin, obgleich keine Klage uͤber ihre Lippe kam, ſo bleich zu werden begann, daß er jeden Augenblick befuͤrchtete, ſie von ihrem Pferde herab⸗ fallen zu ſehen. Trotz dieſer augenſcheinlichen Schwaͤche aber hoͤrte ſie nicht auf, ihr Pferd anzutreiben, ſo, daß ſie und ihr Begleiter wirklich die Truppe erreichten, noch bevor Varney auf der Hoͤhe des Huͤgels ſichtbar wurde.

Sie fanden die Geſellſchaft, welcher ſie ſich anzuſchließen wuͤnſchten, in großer Unordnung. Die Weiber liefen mit bedeutenden Blicken in eine der Huͤtten aus und ein, waͤh⸗ rend die Maͤnner umherſtanden, und die Pferde hielten, mit albernen Geſichtern, wie Menſchrn wohl bei Gelegenheiten zu thun pflegen, wo ihr Beiſtand nicht gefordert wird.

Die Graͤfin und ihr Begleiter hielten an, wie aus Neu⸗ gierde; dann aber miſchten ſie ſich, ohne zu fragen noch ge⸗ fragt zu werden, unter die Uebrigen, als ob ſie zur Geſell⸗ ſchaft gehoͤrten. Noch hatten ſie keine fuͤnf Minuten ſo ge⸗ ſtanden, ſorgfaͤltig von der Landſtraße abgekehrt, ſo, daß ſich ein Theil der Truppe zwiſchen ihnen und Varney befand, als auch ſchon der Stallmeiſter des Graͤfen von Leiceſter, von Lambourne gefolgt, den Huͤgel mit einer Eile herab⸗ ſprengte, von der ſowohl die Seiten der Pferde, wie die Sporen der Reiter blutige Zeichen trugen. Das Aeußere

Kenilworth. 2r Bd⸗ 9