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wahrhaftig, das iſt kein Menſch anders, als das Kräͤnanchen von Abingdon.“
Es war wirklich ſo, wie Waylands ſcharfes Auge in der Entfernung geſehen hatte. Denn der Gaul des muthigen Kraͤmers, ein lebhaftes Thier, ſprengte, anfangs von ſei⸗ nem Reuter uͤbermaͤßig angetrieben, jetzt, da er zwei andere Pferde raſch vor ſich her traben ſah, mit ſolcher Blitzes⸗ ſchnelle einher, daß ſein Reiter buͤgellos wurde, und nicht allein bis zu den Verfolgten, ſondern im vollen Galopo eine Strecke uͤber ſie hinaus gebracht wurde, obgleich er ſein Pferd mit aller Macht zuruͤckhielt, und einmal uͤber das andere„halt, halt!“ ausrief; eine Aeußerung, welche mehr ſeinem Pferde, als unſern Reiſenden zu gelten ſchien. End⸗ lich gelang es ihm, ſein Roß wieder in ſeine Gewalt zu be⸗ kommen; er wandte es, und ritt nun zu den Fluͤchtlingen zuruͤck, indem er ſich wieder feſter in den Sattel ſetzte, ſeine Kleider ſo gut als moͤglich in Ordnung brachte, und den Ausdruck von Furcht und Angſt, der als Folge ſeiner unwill⸗ kuͤrlichen Eile aus ſeinen Geſichtszuͤgen ſprach, in eine mu⸗ thige, entſchloſſene Miene umzuwandeln bemuͤht war. Wayland hatte eben noch Zeit genug, die Graͤfin zu be⸗ ruhigen, indem er ihr zufluͤſterte:„Seyd ohne Sorge, der Kerl iſt ein Narr, leicht werde ich mit ihm fertig werden.“ Als der Kraͤmer Athem und hinreichenden Muth gewon⸗ nen hatte, gebot er Wayland im befehlenden Tone, augen⸗ blicklich ſeinen Gaul herauszugeben.
„Wie?“ rief Wayland,„heißt's hier etwa Pferd oder
Blut? Mir ſchon recht, unſere Schwerdter moͤgen ent⸗ ſcheiden!“
„Aber das Pferd iſt mein, zechtmihio mein,“ erwiederte der Kraͤmer.


