Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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Mag ſeyn, ſagte Wayland;aber ich will mein Ver⸗ fahren durchfuͤhren, und grinſete mir der Tod drohend ent⸗ gegen. Darum erfahre, du Held von der kurzen Elle, daß ich, ich, den Du hier vor Dir ſiehſt, eben der Hauſirer bin, dem Du, wie Du dich zu Cumnor ruͤhmteſt, falls Du ihn einmal auf der Landſtraße traͤfeſt, ſeine Waare abnehmen wollteſt. Heraus alſo jetzt mit deiner Waff⸗ wir ſtehen hier Mann gegen Mann!

Ey, ich ſprach damals ja nur im Scherz, ¹I ſagte Gold⸗

reath,ich bin ein ehrlicher Buͤrger und Handelsmann, und kein Straßenraͤuber.

Dann, ehrbarer Kraͤmer! ſagte Wayland,thut mir mein Geluͤbde leid; denn ich ſchwur, wo ich Dich auch treffen wuͤrde, Dir deinen Gaul abzunehmen, und ihn mein zu nennen, bis Du ihn durch die Macht deiner Waffe Dir wieder erkaͤmpft haben wuͤrdeſt. Das Geluͤbde iſt einmal abgelegt und beſchworen, und alles was ich jetzt fuͤr Dich thun kann, beſteht in dem Verſprechen, dein Pferd in Don⸗ nington im naͤchſten Gaſthofe abzugeben.

Aber ich ſage Dir, Freund, entgegnete Goldreath, auf dem Pferde da wollte ich eben heute die liebenswuͤrdige Jane Thackham von Schottesbrock druͤben nach der Kirche führen, um ſie zur Frau Goldreath zu machen. Sie iſt dem alten Thackham heimlich aus dem Fenſter entſprungen, und ſteht nun da, wo ſie den Klepper zu finden hoffte, in ihrem camlottenen Reitmantel, mit der Reitpeitſche mit elfenbei⸗ nernem Griff, ſtarr und bewegungslos, wie Lots Weib; da⸗ her bitte ich Dich nochmals, gieb mir meinen Gaul gutwillig zaruͤck. 44 3

Thut mir leid, ſagte Wayland,ſowohl deiner ſchd⸗ nen Donna, als deinetwegen, du Ritter von Muſſelin, aber ein Geluͤbde darf man nicht brechen; im Gaſthofe zum

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