Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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Aber er ward in ſeiner Erwartung betrogen, und das Geſchick, welches ſich ihm anfangs ſo guͤnſtig gezeigt hatte, ſchien ploͤtzlich den Zufall, den er ſo eben geprieſen, in eine Urſache zu ihrem voͤlligen Untergange verwandeln zu wollen.

Noch waren ſie kaum eine kleine Meile von dem Platze ifernt wo ſie den Burſchen getroffen hatten, als ſie hin⸗ ter ſich eine Mannsſtimme durch die Luft erſchallen hoͤrten.

Diebe, Diebe! rief es,haltet den Dieb! und aonliche Ausrufungen folgten, welche Waylands Gewiſſen die ueberzeugung gaben, daß hier von ſeiner ſo eben ver⸗ uͤbten Handlung die Rede ſey.

Wollte ich doch, ich waͤre mein Lebelang zu Fuße ge⸗ gangen, ſagte Wayland in großer Angſt,ſetzt bin ich ein verlorner Mann! Pferdefleiſch wuͤrde mein Tod ſeyn, ſprach mein Vater oft, wenn ich mich unter den Gaͤulen herumtrieb. Seine Prophezeihung ſcheint eintreffen zu wol⸗ len; komm' ich aber dieſesmal gluͤcklich davon, ſoll mich kein Teufel dazu bringen, mich auf dieſe Weiſe wieder mit Cavalieren, Pferden oder Weibern abzugeben.

Unter ſolchen trauervollen Betrachtungen wandte er ſei⸗ nen Kopf, um zu ſehen, wer ſie verfolge, und Troſt ergoß ſich in ſeine Seele, als er nur einen einzelnen Reiter ge⸗ wahrte, welcher aber gut beritten ſchien, und mit ſolcher Haſt auf ſie zuſprengte, daß an kein Entkommen zu denken war, ſelbſt wenn die Kraͤfte der Graͤfin erlaubt haͤtten, ſo raſchen Zuges davon zu eilen, als ihr Gaul zu laufen im Stande geweſen waͤre.

Alſo nur Mann gegen Mann, dachte Wayland,und der Kerl auf ſeinem Pferde gleicht noch dazu mehr einem Affen, als einem Cavalier; nicht ſchwer wird es halten, ihn im ſchlimmſten Falle aus dem Sattel zu werfen. Halt' ein⸗ mal, mir ſcheint's, als fuͤhre ſein Pferd das Regiment;