Gemeinde⸗Wieſe geholt, man haͤtte ihn ja, um ehrlich zu ſeyn, nur zuruͤck zu ſenden gebraucht.“
Die Graͤfin bemuͤhete ſich, ihren Begleiter zu beruhigen, indem ſie ihm bemerkbar machte, daß ſie nach Anbruch des Tages auch ſchneller fortkommen würden.
„Recht, Madam!“ entgegnete Wayland;„aber dann werden uns auch Andere leichter bemerken koͤnnen; ein recht boͤſes Ding, in der That! Seht, ich wuͤrde mir nicht viel daraus machen, wenn wir ſchon weiter waͤren; aber hier in Berkſhire haben, ſo lange ich zu densen weiß, immer bos⸗ hafte Geiſter geſpukt, welche ſich ſpaͤt zur Ruhe begeben, und fruͤh ſchon wieder auf den Beinen ſind, um ſich in an⸗ derer Leute Geſchaͤfte zu miſchen. Oft ſchon haben ſie mir Gefahr zu bringen gedroht; doch fuͤrchtet Euch nur nicht, gnaͤdige Frau!— Klugheit und Gluͤck werden immer eine Salbe fuͤr jede Wunde finden.“
Die Furcht ihres Begleiters machte mehr Eindruck auf das Gemuͤth der Graͤfin, als die Troſtworte, welche er fuͤr gut gefunden hatte hinzu zu fuͤgen. Aengſtlich blickte ſie um ſich; und als nun die Schatten der Nacht entſchwanden, und eine lichte Wolke fern in Oſten den Aufgang der Sonne ver⸗ kuͤndete, fuͤrchtete ſie in jedem Augenblick von dem herauf⸗ ſteigenden Tageslicht ihren Verfolgern gezeigt zu werden, oder ploͤtzlich irgend ein unuͤberſteigbares Hinderniß ihrer weiteren Reiſe zu entdecken. Wayland Smith bemerkte ihre
Unruhe, und indem er ſich Vorwuͤrſe machte, ſolche veran⸗ laßt zu haben, nahm er ſich zuſammen, um heiter und mu⸗ thig zu erſcheinen. Bald ſprach er zu ſeinem Gaul, bald ſummte er ein munteres Lied vor ſich hin, bald bat er die Graͤfin, getroſt zu ſeyn, und ſich ja nicht zu fuͤrchten; dabei blickte er aber immer mit ſcharfem Auge ſpuͤhend umher, um zu erforſchen, ob ſich auch nicht etwas zeige, was ſeine


