— 177— nnich in dieſer ſchreckenvollen Noth nicht verlaſſen wird; enn ich bin in den Haͤnden von Boͤſewichten.“
„Glaubt das nicht, Mylady!“ ſagte Janette;„mein
Dater iſt von ernſtem, ſtrengen Gemuͤth, treu ſeinem Glau⸗ ben; aber“——
In dieſem Augenblicke trat Anthony Foſter in's Zim⸗ mer, in ſeiner Hand einen Becher von Glas und ein Flaͤſch⸗ chen haltend. Sein Benehmen war ſeltſam; denn er naͤ⸗ herte ſich der Graͤfin mit einer ihrem Range ſchuldigen Ehr⸗ erbietung, welche er bisher noch nicht in dem Grade gezeigt hatte, weil es ihm unendlich ſchwer ſtel, der ihm eigenthuͤm⸗ lichen Plumpheit des Charakters Gewalt anzuthun. Jetzt aber zeigte er nichts von jener groben Anmaßung, welche er gewohnt war unter einer plumpen Huͤlle von Hoͤflichkeit und Achtung zu verbergen, gleichwie ein Moͤrder ſeinen Dolch und ſeine Piſtolen unter einen ſchlechten Mantel ver⸗ ſteckt. Dabei ſchien ſein Laͤcheln mehr Furcht als Freund⸗ lichkeit zu verrathen, und indem er die Graͤfin erſuchte, die teeffliche Herzſtaͤrkung, deren Ueberbringer er ſey, als ein Mittel gegen den gchalten Schreck zu ſich zu nehmen, ſchien er uͤber irgend einen boͤſen Anſchlage zu bruͤten. Seine Hand zitterte, ſeine Stimme bebte, und ſein Aeußeres war in einem ſolchen Grade Argwohn erregend, daß ſeine Toch⸗ ter, nachdem ſie einige Momente lang voll Erſtaunen auf
ihn geblickt hatte, ploͤtzlich ſich zuſammen zu nehmen ihien.
um irgend einen raſchen Entſchluß auszufuͤhren. chnell erhob ſie ihr Haupt, nahm eine feſte und enntehde Stel⸗ lung an, und indem ſie raſch zwiſchen ihre Gebieterin und
ihren Vater trat, nahm ſie den Becher aus ſeinen Haͤnden,
und ſorach mit leiſem aber ausdeucksvollem Tone:„Ich
will meiner Herrin den aiher kdenaan, wenn ſie es er⸗ laubt.”“ 91 12S.
Henitwortb. 2r r b. R
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