Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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„In ſeinem Laboratorium,“ erwiederke Foſter;„jetzt iſt die Stunde, wo er ſich von niemand ſprechen laͤßt,— wir muͤſſen warten, bis Mittag voruͤber, oder wir wuͤrden ſeine wichtigen— was ſag' ich wichtigen— ſeine goͤttlichen Stu⸗ dien unterbrechen.“

„Der ſtudiert die Goͤttlichkeit des Teufels,“ ſagte Var⸗ ney;—„aber wenn ich mit ihm zu reden habe, muß eine Stunde ſeyn wie die andere.— Zeige mir den Weg zu ſei⸗ ner Werkſtatt.“

So ſprach Varney, und folate dann Foſter mit raſchen unruhigen Schritten, welcher ihn durch geheime, mitunter ziemlich verfallene Gaͤnge nach einer anderen Seite des Vier⸗ ecks fuͤhrte, wo in einem unterirdiſchen Gemach, in wel⸗ chem jetzt der Chemiker Alaseo hauſete, vor Zeiten einer der Aebte von Abingdon, dem ein Hang⸗ zu geheimen Wiſſen⸗ ſchaften eigen war, zur Schande ſeines Convents, ein La⸗ boratorium errichtet hatte, in welchem er, gleich vielen Nar⸗ ren ſeines Zeitalters, viel koſtbare Zeit und große Summen in nutzloſen Verſuchen, Gold zu machen, vergeudete.

Anthony Foſter blieb vor der ſorgfaͤltig von innen ver⸗ ſchloſſenen und verriegelten Thuͤr ſtehen, und ſchien merk⸗ lichen Anſtand zu nehmen, den Weiſen in ſeinen Arbeiten zu ſtoͤren. Aber Varney, weniger gewiſſenhaft, klopfte mit Heftigkeit, und rief dabei mit lauter Stimme, bis der Be⸗

wohner des Gemachs endlich langſam und mit Widerwillen

aufſchloß. Der Alchymiſt zeigte ſich nun mit von Hitze und Dampf getruͤbten Augen, und das Innere ſeiner Zelle bot einen Anblick mancher heterogener, zu ſeiner Arheit noͤthi⸗ gen Gegenſtaͤnde dar.

„Soll ich denn immer und ewig,“ murmelte der Alte mit verachtungsvoller Ungeduld,„von meinem goͤttlichen Geſchäfte zu irdiſchen Dingen zuruͤckgerufen werden?“