Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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die Augen einer Dienſtmagd zu blenden, indem er ſeines Herrn abgetragene Schuhe mit neuen Bandſchleifen ſchmuͤckt. — Fort, fort!— Ich verachte Euch ſo ſehr, daß ich mich ſchaͤme, in Zorn gegen Euch gerathen zu ſeyn.“

Varney verließ das Zimmer in ſtummer Wuth, von Foſter gefolgt, deſſen von Natur nur traͤge Begriffe von der Gewalt des Zorns und den Ausbruͤchen von Verachtung uͤberwaͤltigt waren, die er jetzt zum erſtenmal von den Lip⸗ pen einen Weſens vernommen hatte, das ihm bisher, ſelbſt auch nur fuͤr einen zornigen Gedanken oder unwilligen Aus⸗ druck, zu ſanft und nachgiebig erſchienen war. Foſter folgte daher Varney auf dem Fuße, ihn mit Fragen beſtuͤrmend, auf welche dieſer aber nichts erwiederte, bis ſie an der ent⸗ gegengeſetzten Seite des Vlerecks in dem alten Buͤcherzim⸗ mer anlangten, mit dem wir unſern Leſer ſchon fruͤher be⸗ kannt gemacht haben. Hier wandte er ſich zu ſeinem hart⸗ naͤckigen Verfolger, und redete ihn in einem ziemlich ruhigen Tone an; denn der kurze Gang war hinreichend geweſen, einem in der Verſtellungskunſt ſo geuͤbten Hoͤfling Zeit zu geben, ſich zu faſſen, und ſeine Geiſtesgegenwart wieder zu gewinnen.

„Cony,“ ſagte er mit dem ihm eigenthümlichen bos⸗

haften Laͤcheln,„wozu es leugnen; das Weib und der Teu⸗ fel, welche, wie Dir dein Orakel, der Pfarrherr, verkuͤndet haben wird, den Mann ſchon bei Erſchaffung der Welt be⸗

trogen, haben ſich heute maͤchtiger bewieſen, als meine Klug⸗

heit. Jener kleine Teufel ſah ſo verfuͤhreriſch aus, und ver⸗ bielt ſich, waͤhrend ich Mylords Botſchaft berichtete, ſo ruhig,

daß ich, meiner Treu, glaubte, auch etwas fuͤr mich ſelbſt

reden zu koͤnnen. Jetzt denkt ſie meinen Kopf in der Schlinge

zu halten, aber ſie irrt ſich.— Wo iſt Doctor Aldseo?e