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die gnaͤdige Frau, falls ſie darauf beſteht, beſſer verantwor⸗ ten wird, als ich es zu thun im Stande bin.“
Beim Himmel, Janette!“ rief die Graͤfin, der Ver⸗ raͤther luͤgt! Er muß luͤgen, denn ſeine Worte entehren meinen edlen Gemahl— nothwendigerweiſe luͤgen, denn er ſpricht fuͤr ſeinen eigenen Vortheil, eine Abſicht, eben ſo unerreichbar, als ſchaͤndlich!“
„Ihr habt mich mißverſtanden, gnaͤdige Frau!“ erwie⸗ derte Varney mit einer Miſchung von Unterwuͤrſigkeit und Entſchuldigung;„laßt die Sache bis Ihr ruhiger ſeyn wer⸗ det, und ich will Euch alles deutlich erklaͤren.“
„Ich werde Dir ſchon die Gelegenheit dazu benehmen,“ rief die Graͤfin.— Sieh' ihn an, Janette; er hat ſich ſchoͤn gekleidet, gleicht dem aͤußern nach einem Cavalier, und koͤmmt hieher, mir glauben zu machen, es ſey Mylords Wunſch— was ſag ich— weit mehr, des Grafen Befehl,— daß ich mich mit ihm nach Kenilworth begeben ſoll, um vor der Koͤnigin, dem ganzen Hofe, ja ſelbſt in Gegenwart mei⸗ nes eigenen mir angetrauten Gemahls, ihn, ihn dort— den Ritter von der Kleider⸗ und Schuhhuͤrſte— ihn, ihn, Mylord's Lakay, ihn als meinen Herrn und ehelichen Gat⸗ ten oͤffentlich anzuerkennen; mich ſelbſt an den Schandpfahl ſtellen, Allmaͤchtiger Gott! Wenn ich einſt meine Anſyruͤche auf Nang und Titel geltend machen werde, wuͤrde ſolche entehrende Handlung meine Rechte bis auf die Wurzel ver⸗ tilgen, und mich auf ewig meines Platzes unter Englands edelſten Frauen unwuͤrdig machen!“
„Hier hoͤrt Ihr's, Foſter! und Du auch, Maͤdchen,“ ſagte Varney, indem er die Pauſe benutzte, welche die Graͤ⸗ fin, mehr aus Mangel an Athem, als weil ihr der Stoff fehlte, zu machen genoͤthigt war.„Hier hoͤrt Ihr es nun ſelbſt, wie die gnaͤdige Frau in ihrem Zorn in Maaßregeln


