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drinnen vorgeht.— übles iſt gebrauet worden, mein Kind — doͤſe Dinge gehen vor. Gott vergebe ihnen ihre Suͤn⸗ den.— Aber Varneys ploͤtzliche und ſeltſame Ankunft hier bedeutet nichts gutes.“
Janette war bisher nie von ihrem Vater aufgefordert worden, noch hatte er es ihr erlaubt, an den Vorfaͤllen in ſeinem geheimnißvollen Hauſe Antheil zu nehmen. Seine Stimme aber, welche ihr jetzt ins Ohr fluͤſterte, ertoͤnte ihr in dieſem Augenblicke— ſie wußte ſelbſt nicht warum— wie ein Eulengeſchrei, welches Weh und Unheil verkündet. Furchtſam richtete ſie ihre Blicke auf die verſchloſſene Thuͤr, gleich als ob ihr von dorther ein Schrei des Entſetzens er⸗ ſchallen, oder ein Anblick des Schreckens erſcheinen muͤſſe.
Alles aber war drinnen ſtille, wie im Grabe; denn die Stimmen der Sprechenden im Ankleidezimmer wurden mit Sorgfalt ſo gedaͤmpft, daß ſie uͤber das Schlafzimmer her⸗ uͤber ungehoͤrt verklangen. Ploͤtzlich aber begann man lau⸗ ter und ſchneller zu reden, und gleich darauf vernahm man die Stimme der Graͤfin, welche im hoͤchſten Ausdrucke von Zorn und Verachtung ausrief:„Oeffnet die Thuͤr,— oͤffnet die Thuͤr, ich befehle es Euch, augenblicklich!— ich will nichts weiter hoͤren!“ fuhr ſie fort, indem in ihrer Heftig⸗
keit die Worte erſtarben, welche Varney mit leiſer gedaͤmpf⸗ ter Stimme zu erwiedern ſchien.„Hinaus mit Euch! Ja⸗ nette, Foſter! erbrecht die Thuͤr,— ruft das Haus zuſam⸗ men— ein Verraͤther haͤlt mich hier zuruͤck.— Holt Axt und Beil, Foſter! ich ſtehe fuͤr alles!“
„Die Muͤhe will ich ihm erſparen, gnaͤdige Frau,“ hoͤrte man endlich Varney deutlich ſagen;„iſt es Euch gefaͤllig, Eure und Mylords Angelegenheiten vor jedermanns Ohr zu bringen, will ich Euch nicht daran verhindern.“


