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Angſt.„Ihr bringt Nachrichten von Mylord?“— rief ſie aus,„ſprecht, um des Allmaͤchtigen willen, iſt er krank?“ „Gottlob nein, gnaͤdige Frau!“ erwiederte Varney; „beruhigt Euch, und erlaubt mir, Athem zu ſchoͤpfen, be⸗ vor ich Euch den Inhalt meiner Sendung mittheile.“ „Athmen ſchoͤpfen?“ rief die Graͤfin, ungeduldig;„nein nein, Herr Varney, ich kenne Eure Kunſtgriffe. Reichte Euer Athem aus, Euch hieher zu bringen, werdet Ihr auch noch genug davon uͤbrig haben, mir Eure Nachrichten mit⸗ zutheilen; wenigſtens in der Kuͤrze, und was die Hauptſache anbetrifft.“ „Gnaͤdige Frau!“ ſagte Varney,„wir ſind nicht allein, und Mylords Botſchaft iſt nur fuͤr Euer Ohr beſtimmt.“ „Verlaßt uns,“ ſprach die Graͤfin zu Foſter und ſeiner Tochter;„bleibt aber im Nebenzimmer, und ſo, daß ich rufen kann.“ 1 Foſter und Janette gehorchten ihrem Befehl, und zogen ſich in das anſtoßende Gemach zuruͤck. Die Thuͤr, welche vom Schlafzimmer dahin fuͤhrte, ward nun ſorgfaͤltig ver⸗ ſchloſſen und verriegelt, und Vater und Tochter harrten in aͤngſtlicher Erwartung, der erſtere mit einem Argwohn ver⸗ kuͤndenden Geſicht, Janette aber mit gefalteten Haͤnden, und mit Blicken, aus denen der Wunſch ſprach, zu erfahren, was ſich neues in dem Schickſal ihrer Gebieterin begeben habe, ſo wie darin ein inniges Gebet zu Gott, fuͤr das Wohl derſelben, erkennbar war. Tony Foſter ſchien einiger⸗ maßen zu begreifen, was in der Seele ſeiner Tochter vor⸗ ging; denn als er einige Mal im Zimmer auf und ab ge⸗ ſchritten war, faßte er aͤngſtlich Janettens Hand, und ſagte: „So recht, Janette, bete— bete, wir beduͤrfen alle des Ge⸗ betes— Einige aber mehr, als Andere. Bete, Janette— auch ich werde beten, doch muß ich zuvor horchen, was da


