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„Wuͤrdeſt Du ſtatt des Mantels Gold waͤblen;“ unter⸗ brach ihn lebhaft Eliſabeth.„Schaͤme Dich, junger Menſch! in unſerer Hauptſtadt, leider iſt es ſo, giebt es der Thor⸗ heiten ſo viele, und von ſo mannichfacher Art, daß der Jugend Gold in die Haͤnde geben, nichts anders heißt, als Kohlen zum Feuer tragen, als ihr die Mittel zu ihrem eigenen Verderben zu reichen. Wenn wir laͤnger leben und regieren, ſoll dieſes unchriſtliche Treiben ge⸗ hemmt werden.— Du aber biſt vielleicht arm,“ fuͤgte ſie hinzu,„oder deine Aeltern ſind's— Du ſollſt Gold haben, wenn Du willſt, aber Du ſollſt uns fuͤr den Gebraucj ver⸗ antwortlich bleiben.“
Walter harrete geduldig, bis die Koͤnigin ihre Rede geendet hatte, dann aber verſicherte er mit Beſcheidenheit, daß Gold noch weit weniger im Bereich ſeiner Wuͤnſche liege, als die Kleidung, welche ihm ihre Gnade zuvor angeboten.
„Wie, junger Mann!“ ſagte die Koͤnigin,„weder Gold noch Kleider, was begehrſt Du denn ſonſt von mir?“
„Die Erlaubniß, gnaͤdigſte Frau— wenn es keine zu große Ehre gefordert iſt— die Erlaubniß, den Mantel tra⸗
gen zu duͤrfen, der Ew. Majeſtaͤt den kleinen Dienſt leiſtete.“
„Erlaubniß, deinen eigenen Mantel zu tragen, Du alberner Knabe!“ ſagte die Koͤnigin laͤchelnd.
„Er iſt nicht mehr mein,“ entgegnete Walter;„ſeit dem Augenblicke, daß er von Ew. Majeſtaͤt Fuͤßen beruͤhrt wurde, verdient er einem Fuͤrſten anzugehoͤren, weil er zu koſtbar fuͤr den fruͤheren Eigenthuͤmer geworden.“
Die Koͤnigin erroͤthete auf's Neue, und bemuͤhete ſich, unter einem Laͤcheln, den Anflug einer nicht unangenehmen
Ueberraſchung und Verwirrung zu verbergen.
„Habt Ihr je dergleichen gehoͤrt, Mylord's,“ rief ſie
aus,„der junge Mann hat zu viel Romane geleſen, ſie ha⸗
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