Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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mit einem Ausdruck, in dem ein Erſtaunen uͤber ſeine Kuͤhn⸗ heit, welches indeß keinen Unwillen verrieth, ſichtbar war, als ein unbedeutender Zufall Statt hatte, welche ihre Auf⸗ merkſaenkeit noch mehr auf ihn zog. Die Nacht war regnigt geweſen, und grade da, wo der junge Cavalier ſtand, zog ſich eine feuchte Stelle am Boden uͤber den Weg der Koͤni⸗ gin hin. Als dieſe nun einen Augenblick Anſtand nahm,

daruͤber hinweg zu ſchreiten, riß der Juͤngling ſchnell ſeinen

Mantel herab, und bedeckte damit die naſſe Erde, ſo daß nun die Koͤnigin trocknen Fußes hinuͤber gehen konnte. Eli⸗ ſabeth blickte auf den Juͤngling, welcher dieſen galanten Hofdienſt mit einer ehrfurchtsvollen Verbeugung begleitete, wobei zugleich eine gluͤhende Roͤthe ſeine Wangen uͤberflog.

Die Koͤnigin ſchien beſtuͤrzt, errbthete ebenfalls, dankte mit

einem Kopfnicken, ſchritt eilig uͤber den Mantel hin, und beſtieg ihre Barke ohne weiter ein Wort zu ſagen.

„Kommt fort, Herr Haſenfuß!“ ſagte Blount,„Euer Mantel wird heute der Buͤrſte beduͤrfen, ich ſtehe Euch da⸗ fuͤr. War's Eure Abſicht einen Fußteppich daraus zu ma⸗ chen, haͤttet Ihr lieber den alten von Traey behalten ſollen, der allen Farben Hohn ſpricht.

„Dieſer Mantel,“ entgegnete der Jungling, indem er ihn aufhob und zuſammen legte,„ſoll nie wieder gebuͤrſtet werden, ſo lange ich ihn mein nenne.“

Bis dahin wird's nicht lange ſeyn,“ verſetzte Blount, wenn Ihr nicht beſſer damit umgeht, wir werden Euch, wie der Spanier ſagt, bald, in Cuerpo haben.“

Hier wurde ihre Unterredung durch einen Officier von der Koͤniglichen Leibgarde unterbrochen.

„Ich ward,“ ſprach er, indem er Beide aufmerkſam be⸗ trachtete,„zu einem Capalier geſandt, welcher keinen, oder

er

einen beſchmutzten Mantel tragen ſoll.— Ihr, Herr! fuhr*