Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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derem Range aber, eine edle Geſtalt genannt worden waͤre, mit der ſich eine auffallende und gebietende Geſichtsbildung verband. Sie lehnte ſich auf den Arm von Lord Hundſon, deſſen Verwandtſchaft mit ihr von muͤtterlicher Seite, ihm oft ſolche ausgezeichnete Beweiſe von Eliſabeth's Vertraulich⸗ keit verſchaffte.—

Der junge Cavalier, deſſen wir ſchon oft erwaͤhnten, hatte ſich vermuthlich fruͤher noch nie ſo ſehr in der Naͤhe ſeiner Monarchin befunden; er draͤngte ſich daher, um dieſe Gelegenheit zu benutzen, ſo nahe heran, als es ihm die Tra⸗ bantenreihe nur immer erlauben wollte. Sein Gefaͤhrte da⸗ gegen bemuͤhte ſich, auf ſeine Keckheit ſcheltend, ihn zuruͤck⸗ zuhalten, bis Walter ihn endlich voll Ungeduld von ſich ſtieß, wodurch ſein Mantel von der einen Schulter etwas herab⸗ ſank; ein Zufall, welcher indeß dazu beitrug, ſeinen ſchlan⸗ ken, regelmaͤßigen Wuchs noch mehr ins Auge fallen zu ma⸗ chen. Sein Haupt zugleich entbloͤßend, ruhten ſeine Blicke jetzt feſt auf der heranſchreitenden Koͤnigin, mit einer Mi⸗ ſchung von achtungsvoller Neugier, und beſcheidener aber lebhafter Bewunderung, welche ſeinen einnehmenden Ge⸗ ſichtszuͤgen ſo wohl ſtand, daß die Trabanten, von ſeinem edlen Anſtande und ſeiner reichen Kleidung gewiſſermaßen in Reſpeet gehalten, ihm geſtatteten, dem Wege, welcher fuͤr die Koͤnigin gebahnt war, naͤher zu treten, als anderen ge⸗ woͤhnlichen Zuſchauern erlaubt war. So ſtand nun der kuͤhne Juͤngling frei vor Eliſabeths Augen da,— Augen, welche keineswegen fuͤr die Bewunderung gleichguͤltig waren, die ihre Beſitzerin verdientermaßen bei ihren Unterthanen erregte, ſo wenig als fuͤr das ſchoͤne Verhaͤltniß aͤußerer Formen, wenn ſolches hie und da einen ihrer Hofleute auszeichnete.

So heftete ſie jetzt, als ſie ſich dem Platze naͤherte, wo er ſtand, einen durchdringenden Blick auf den Juͤngling,