Teil eines Werkes 
2. Band (1823)
Entstehung
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legen, welcher ſich in dieſem Augenblick mehr zu naͤhern,

wider den Reſpeet geweſen waͤre, und ſprang ans Land, von

ſeinem furchtſamen aͤngſtlichen Begleiter, obgleich wider Willen, gefolgt. Als ſie ſich dem Schloßthore naͤherten, bemerkte ihnen

der Thuͤrſteher, daß ſie in dieſem Augenblicke nicht hinein⸗

gehen duͤrften, weil Ihre Majeſtaͤt im Begriff ſtehe, heraus⸗ zukommen.

Sie nannten den Namen des Grafen von Suſſex; doch auch dieſes war nicht im Stande, den Bedienten anders zu ſtimmen, welcher erwiederte: daß es ihm bei Verluſt ſeiner Stelle verboten ſey, den erhaltenen Befehl auch nur im ge⸗ ringſten uͤbertreten zu laſſen.

„Sagt' ich es Euch doch vorher,“ ſprach Blount,„ich bitte Euch, lieber Walter, laßt uns doch das Boot nehmen und zuruͤckkehren.“

„Nicht, bevor ich die Koͤnigin geſehen,“ entgegnete der

Juͤngling ruhig.„Du biſt toll, rein toll,“ rief Blount.

„Und Du biſt ploͤtzlich furchtſam geworden wie ein Haſe,“ entgegnete Walter,„hab' ich Dich doch einem Haufen kraus⸗ koͤpfiger Irlaͤnder keck ins Auge blicken ſehen, und nun willſt Du blinzeln und davon laufen, weil Du Dich vor dem Ge⸗ ſicht einer ſchoͤnen Frau ſcheu'ſt?“

In dieſem Augenblicke wurden die Thore geoͤffnet, die Ceremonienmeiſter traten heraus, vor ihnen und an beiden Seiten eine Abtheilung der vornehmſten koͤniglichen Leibgar⸗ den. Hinter ihnen, umgeben von einer Schaar Herren und Damen, dergeſtalt aber gereiht, daß ſie ſelbſt frei um ſich blicken, und auch von allen Seiten geſehen werden konnte, erſchien Eliſabeth ſelbſt; zu jener Zeit im Lenze ihrer Weib⸗ lichkeit, und in einer bluͤhenden Fuͤlle, die bei einer Fuͤrſtin Schoͤnheit war, bei jedem anderen Weibe, von noch ſo nie⸗